5 schwerwiegende Gründe, warum du sofort die Pille absetzen solltest!

Die Pille absetzen? Hier erfährst du warum!

Hormone sind an fast allen Prozessen deines Körpers beteiligt. Die Pille greift in diese hormonellen Prozesse ein. Sie beeinflusst, wie du dich fühlst. Grade hier und jetzt!

In diesem Artikel erfährst du, welche starken Nebenwirkungen die Pille hat, wie sie funktioniert und warum du die Pille absetzen solltest.

5 schwere Nebenwirkungen der Pille:

  • Die Pille belastet deine Leber
  • Die Pille verbraucht Vitamine, Mineralien & Spurenelemente
  • Die Pille führt zu Östrogendominanz
  • Die Pille beeinträchtigt deine Schilddrüse
  • Die Pille erhöht dein Risiko von Beinvenenthrombosen und Lungenembolien

Wichtig zu wissen: Die Pille enthält keine Hormone. Es wird zwar von hormonellen Verhütungsmitteln gesprochen, diese „Hormone“ sind aber nur nachgebildet.

Die Nachbauten der Hormone sind wie ein nachgemachter Schlüssel. Sie sind nicht bio-identisch mit deinen körpereigenen Hormonen und passen nicht haargenau in die dafür vorgesehenen Schlösser.  

Das ist auch der Grund für die vielfältigen Nebenwirkungen der Pille.

„Alle Ovulationshemmer, wie die Pille korrekt heißt, enthalten keine Hormone! Sie bestehen aus körperfremden Stoffen, die in den Hormonkreislauf eingreifen, die körpereigene Hormonproduktion verändern, Vitalstoffe verbrauchen und in jeder Zelle Auswirkungen haben, die sogenannten Nebenwirkungen.“


Dr. med. A. F. Scheuernstuhl

Die Pille belastet deine Leber

Jeden Tag nehmen ca. 6-7 Mio. Frauen in Deutschland die Pille. Aber was passiert eigentlich nach der Einnahme?

Schluckst du die Pille, muss diese die Leber passieren. Die Leber ist dein zentrales Entgiftungsorgan. Da die Pille keine bioidentischen Hormone enthält, erkennt die Leber die Pille als Fremdstoff und tut das, wozu sie da ist. Entgiften.

Nun ist die Pille jedoch absichtlich so hoch dosiert, dass die Leber eine vollständige Entgiftung nicht schafft. Deshalb kommen noch ca. ⅓ der in der Pille enthaltenen Wirkstoffe in deinem Körper an.

Mit der Einnahme der Pille verlangst du also jeden Tag von deiner Leber eine Entgiftungsleistung, der sie nicht gewachsen ist! Nur so kann die Pille Wirkung zeigen.

Die Pille verbraucht Vitamine, Mineralien & Spurenelemente

Die Pille ist ein Medikament. Medikamente verbrauchen in deinem Stoffwechsel und in deinen Zellen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Du solltest die Pille absetzen, sie hat Nebenwirkungen

Insbesondere Vitamin C, Magnesium, Zink, Selen und die B-Vitamine B 2, B 6, B 12 und Folsäure sind davon betroffen. Durch eine langfristige Einnahme der Pille kann es bei dir zu einem Mangel an diesen wichtigen Stoffen kommen.

Vitamin C:

Ist ein wichtiges Antioxidans und unterstützt deine Abwehrkräfte. Auch eine ganze Reihe von Stoffwechselvorgängen benötigen ausreichend Vitamin C. Es unterstützt z.B. die Eisenaufnahme im Darm und wird von deinem Körper benötigt, um dein Bindegewebe und deine Sexualhormone aufzubauen.

Magnesium:

Ist an nahezu allen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Am bekanntesten ist die muskelentspannende Funktion. Doch Magnesium hilft nicht nur gegen Krämpfe. Es ist unentbehrlich für einen normalen Energiestoffwechsel und dient dem Erhalt deiner Knochen und Zähne.

Zink:

Hilft gegen Viren und wirkt entzündungshemmend. Zink unterstützt nicht nur dein Immunsystem. Es ist ebenfalls wichtig für Haut, Haare, Nägel, Insulinspeicherung, Eiweißsynthese und Spermienproduktion.

Selen:

Schützt als Antioxidans vor freien Radikalen. Es ist ein wichtiger Cofaktor im Jodstoffwechsel und trägt zu einer normalen Funktion deiner Schilddrüse bei. Selen wird außerdem zur Spermienbildung benötigt.

Vitamin B 2:

Spielt als Baustein von Coenzymen eine wichtige Rolle für die Energieproduktion deiner Zellen. Es hilft dir, Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln.

Vitamin B 6:

Hat eine zentrale Bedeutung im Eiweißstoffwechsel. Es ist zum Beispiel an Umwandlung und Einbau von Eiweißstoffen sowie an Aufbau und Schutz von Nervenverbindungen beteiligt.

Vitamin B 12:

Benötigt dein Körper vor allem zur Bildung von roten Blutkörperchen. Darüber hinaus entgiftet es gemeinsam mit Folsäure und Vitamin B 6 die Aminosäure „Homocystein“. Diese fällt als Abfallprodukt deines Stoffwechsels an, ist toxisch und kann deine Blutgefäße und Nerven schädigen.

Die Pille führt zu Östrogendominanz

Hast du dich auch schon mal gefragt, wie die Pille vor einer Schwangerschaft schützt?

Hier kommt die Kurzversion: Die meisten Pillen sind sogenannte Ovulationshemmer. Sie greifen in deinen Hormonhaushalt ein und unterdrücken deinen Eisprung.

Die Pille absetzen bedeutet, wieder einen normalen Zyklus zu bekommen

Warum ist das ein Problem? Kleiner Ausflug zu deinem Zyklus:

Dein Zyklus beginnt mit dem ersten Tag deiner Periode und endet am letzten Tag vor der nächsten Blutung.

Die erste Zyklushälfte

Dein Östradiolspiegel steigt an. Dein Körper tut alles, um sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten: Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, Dämpfung der Schilddrüse, Förderung von Fetteinlagerungen, Lockerung deines Bindegewebes.

Bis es schließlich in der Mitte deines Zyklus zum Eisprung kommt.

Übrigens: Spermien haben in deinem Körper eine Überlebensdauer von bis zu 5 Tagen. Dein Eisprung plus die 5 Tage zuvor ergibt somit deine fruchtbare Phase. Schwanger werden kannst du also nur in der ersten Zyklushälfte.

Die zweite Zyklushälfte

Jetzt wird verstärkt Progesteron gebildet (= pro gestare, lat. „für das Tragen“).

Variante 1: Ist ein Ei befruchtet und nistet sich in deiner Gebärmutterschleimhaut ein, steigt dein Progesteronspiegel weiter an.

Variante 2: Ist kein Ei befruchtet, fällt dein Hormonspiegel nach ca. 14 Tagen wieder ab und die Gebärmutterschleimhaut wird über die Regelblutung ausgeschieden.

Ein neuer Zyklus beginnt.

Apropos: Deine Regelblutung ist mit der Pille meist kürzer und schmerzfreier. Denn es wurde gar keine Schleimhaut aufgebaut, die nun wieder abgestoßen werden müsste. Deine Tage haben nur Alibifunktion. Sie heißen unter der Pille „Abbruchblutung“und kommen durch die Pillenpause und den plötzlichen Wegfall der nachgebauten Hormone zustande.

Zurück zum Progesteron: Nach dem Eisprung bleibt die Hülle des Eis (Follikel) zurück. Hieraus bildet sich der sogenannte Gelbkörper. Dieser produziert in deiner zweiten Zyklushälfte das Gelbkörperhormon Progesteron.

Also: Ohne Pille kein Eisprung. Ohne Eisprung kein Gelbkörper. Ohne Gelbkörper kein Progesteron.

Das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron gerät durch die Einnahme der Pille aus der Balance. Der Mangel an Progesteron führt in deinem Körper zu einer Dominanz an Östrogen.

Ein optimales Gleichgewicht der Östrogen- und Progesteronproduktion ist aber eine wichtige Voraussetzung für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden!

Wofür ist Progesteron wichtig?

Progesteron hat viele Aufgaben im Körper. Progesteron verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Es stärkt dein Bindegewebe. Progesteron ist wichtig für eine gute Funktion von Zucker- und Fettstoffwechsel. Es baut Nervenhüllen auf. Es unterstützt beim Knochenaufbau. Es wirkt krampflösend und gefäßwandstärkend. Und es ist eine Vorstufe vieler weiterer Hormone.

Die Pille beeinträchtigt deine Schilddrüse

Deine Schilddrüse beeinflusst stark deinen Stoffwechsel. Sie benötigt neben diversen Cofaktoren wie Jod oder Selen auch ausreichend Progesteron und Östrogen.

An dieser Stelle kommt die Östrogendominanz ins Spiel.

Etwas genauer: Deine Schilddrüse bildet die beiden Hormone T4 (Thyroxin) und daraus T3 (Thyreonin). T4 und T3 benötigen genügend Östrogen und Progesteron, um in die Zellen zu gelangen.

Die Dominanz der Östrogene bewirkt, dass deine Körperzellen die Schilddrüsenhormone T4 und T3 nicht richtig verwerten können. Dadurch kann es sein, dass du Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion hast, obwohl deine Schilddrüse genügend Hormone bildet.

Die Pille erhöht dein Risiko von tiefen Beinvenenthrombosen und Lungenembolien

Kennst du das: du beschäftigst dich mit einem Thema und plötzlich bekommst du dazu alle möglichen Geschichten und Erfahrungen erzählt oder irgendwas mit dem Thema zusammenhängendes passiert? So war das letztes Jahr bei mir. Ich war ganz schockiert als meine Kollegin mir eine whatsapp schrieb:

Sie war zuhause die Treppe runtergefallen und hatte sich den Fuß gebrochen.

6 Wochen krank geschrieben. Fuß eingegipst und täglich Thrombosespritzen.

Was hat das mit der Pille zu tun?

Nach 2 Wochen kam der Gips ab und sie hatte so ein komisches Ziehen im Unterschenkel.

Überweisung zum Facharzt mit der Feststellung Thrombose im Bein. Blutverdünner, Thrombosestrümpfe, das volle Programm.

Wochen später beim Routinetermin ist ihre Frauenärztin aus allen Wolken gefallen. Niemand hatte ihr gesagt, dass sie trotz Thrombosespritzen sofort die Pille hätte absetzen müssen…

Meine Kollegin ist 30 Jahre, gesund, raucht nicht, trinkt wenig Alkohol.

Und du?

Mit Rauchen und/oder Alkohol trinken steigt dein Risiko für Beinvenenthrombosen und Lungenembolien nochmals deutlich an. Auch ganz ohne Unfall.

Bist du vielleicht sogar über 35 Jahre, nimmst die Pille und rauchst? Allein durchs Rauchen hast du ein 3 – 11fach höheres Risiko eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen. Nimmst du zusätzlich die Pille, erhöht sich dieses Risiko auf das 20 – 87fache.

Die bittere Pille für alle Raucherinnen: Rauchen und die Pille sollten lieber gar nicht kombiniert werden.

Das Risiko für Thrombose, Schlaganfall und Lungenembolie ist übrigens nicht bei jeder Pille gleich. Es unterscheidet sich je nach Pillengeneration bzw. Wirkstoffzusammensetzung. Welche Pillenpräparate im Vedacht stehen, ein erhöhtes Thromboserisiko aufzuweisen, kannst du hier nachschauen.

Was für Nebenwirkungen gibt es sonst noch?

21 Jahre lang habe ich die Pille genommen. Den Beipackzettel habe ich ehrlich gesagt wenn überhaupt nur einmal mit 17 Jahren gelesen.

Nach der Thrombose meiner Kollegin habe ich noch mal drauf geschaut.

Unter der Rubrik „weniger schwerwiegende Nebenwirkungen“ stehen u.a. die nachfolgenden Punkte. Diese Nebenwirkungen werden als „häufig“ gekennzeichnet, was bedeutet, es kann 1 von 10 Frauen betroffen sein.

Häufige, weniger schwerwiegende Nebenwirkungen:

  • Akne
  • Gewichtszunahme
  • Stimmungsschwankungen, einschließlich Depression
  • Nervosität
  • Benommenheit
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Unterleibsschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Empfindlichkeit der Brüste
  • Vermehrter Ausfluss aus der Scheide
  • Entzündungen der Scheide einschließlich Pilzbefall (Candidose)

Fazit:

Die Pille ist ein Arzneimittel mit hormoneller Wirkung. Wie jedes Medikament hat sie Nebenwirkungen.

Als Verhütungsmittel ist die Pille ist dazu gedacht, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Die vielfältigen Aufgaben der körpereigenen Hormone kann sie nicht übernehmen.

Wenn du lesen möchtest, welche sicheren “hormonfreien” Verhütungsmethoden es gibt, dann schau doch in meinen Artikel “Hormonfrei verhüten? Aber sicher! Die 10 effektivsten Verhütungsmethoden ohne Hormone“.

Literatur:

Podcast/ Websites:

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1 Antwort

  1. 31. Januar 2019

    […] du je eine Beratung über die Nebenwirkungen der Pille bekommen? Oder über mögliche […]

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