Hormonfrei verhüten? Aber sicher! Die 10 effektivsten Verhütungsmethoden ohne Hormone

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Mit 17 Jahren wollte ich die Pille haben.

Ein bisschen Schiss vorm Frauenarzt hatte ich schon. Zu meinem Erstaunen ging alles ganz schnell.

Ein kurzes Gespräch und ich hielt mein erstes Rezept in der Hand.

Der Arzt entließ mich mit den Worten, ich solle wiederkommen, falls ich die Pille nicht vertrüge. Dann würden wir ein anderes Präparat ausprobieren. Hormonfrei zu verhüten kam weder mir noch ihm in den Sinn.

Hast du je eine Beratung über die Nebenwirkungen der Pille bekommen? Oder über mögliche Alternativen?

Bei mir jedenfalls Fehlanzeige!

21 Jahre lang habe ich die Pille genommen. Erst dann ist mir klar geworden, wie stark die Pille in meinen Hormonhaushalt eingreift.

Ich beschloss, die Pille muss weg!

Mein Frauenarzt lehnte es rundweg ab, mich über hormonfreie Verhütungsmethoden zu beraten. „Wenn Sie bislang keine Probleme hatten, nehmen Sie die Pille weiter.“

Die nächste Ärztin klärte mich zumindest über ein paar Alternativen auf.

Ihre Empfehlung sei jedoch, die Pille weiter zu nehmen. Sie wolle mir ja nicht zu nahe treten. Aber ich sei schließlich nicht mehr ganz jung und wenn die Wechseljahre beginnen, könne man unmittelbar eine Hormontherapie anschließen.

What the f…?!

Also habe ich mich selbst auf die Suche gemacht nach sicheren, hormonfreien Verhütungsmethoden.

Wie misst man die Sicherheit eines Verhütungsmittels?

Meist wird der “Pearl-Index” angegeben. Er sagt dir, wie wahrscheinlich es ist, dass du trotz Anwendung eines bestimmten Verhütungsmittels schwanger wirst.

Bezogen ist der Pearl-Index auf 100 Frauen, die 1 Jahr lang eine bestimmte Verhütungsmethode angewandt haben. Je geringer der Index, umso sicherer das Verhütungsmittel.

Beispiel: Der Pearl-Index der Pille beträgt 0,1 – 0,9. Demnach werden jährlich 1 – 9 von 1.000 Frauen trotz Pille schwanger.

Und so kann der Pearl-Index berechnet werden:

Hormonfrei verhüten geht nur, wenn du dich etwas auskennst

Lesebeispiel: Wenn von 100 Frauen innerhalb von 12 Monaten trotz Verhütung 2 Frauen schwanger werden, dann beträgt der Pearl-Index dieses Verhütungsmittels 2 (2 ungewollte Schwangerschaften x 1.200 : (100 Frauen x 12 Monate) = 2).

Schwächen des Pearl-Index

Der Pearl-Index berücksichtigt beispielsweise nicht die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs. Deine Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden steigt jedoch, je öfter du Sex hast.

Auch die Stichprobengröße (wie viele Frauen nehmen an der Untersuchung teil) variiert von Studie zu Studie. Für die Zuverlässigkeit des Ergebnisses ist es allerdings ein Unterschied, ob der Pearl-Index anhand von 500 oder 10.000 verhütenden Frauen ermittelt wurde.

Auch sonst sind die Untersuchungen zum Pearl-Index in ihrer Methodik nicht immer einheitlich. Hersteller rechnen gerne mit einer perfekten Anwendung ihres Verhütungsmittels. Andere Studien berücksichtigen hingegen Anwendungsfehler komplett oder teilweise.

Aussagekräftigere Angaben als der Pearl-Index liefert die Unterscheidung nach Methoden- und Anwendersicherheit.

Methodensicherheit vs. Anwendersicherheit

Diese Angaben weisen zwar dieselben methodischen Berechnungsschwächen auf wie der Pearl-Index, aber durch die Betrachtung der beiden Werte bekommst du ein viel differenzierteres Bild von der Sicherheit der jeweiligen Verhütungsmethode.

Die Methodensicherheit sagt dir, wie hoch die Sicherheit einer Verhütungsmethode wäre, wenn du sie zu 100% richtig anwendest. Bezogen auf die Pille würde das bedeuten, du hast nie Durchfall, erbrichst dich nie, vergisst die Pille nie.

Die Anwendersicherheit gibt dir die Sicherheit der Verhütungsmethode im realen Leben an. Denn du bist ist eben auch mal krank, bekommst Antibiotika oder nimmst die Pille erst ein paar Stunden zu spät ein.

Wie sicher ist die Pille?

Die Methodensicherheit der Pille wird mit unter 1 angegeben. Bei 100% korrekter Anwendung wird also weniger als 1 von 100 Frauen pro Jahr trotz Einnahme der Pille schwanger.

Laut der European Society for Contraception werden jedoch jährlich 6-8 von 100 Frauen trotz Pille schwanger. Vergesslichkeit, Durchfall & Erbrechen kommen im realen Leben nun mal vor.

Schwanger werden kannst du auch ohne hormonfrei zu verhüten

Welche Alternativen zu hormonellen Verhütungsmitteln gibt es, wenn du die Pille absetzen willst? Und wie sicher sind diese?

Hormonfrei Verhüten – die Barrieremethoden

Bei den sogenannten “Barrieremethoden” schaffst du ein Hindernis zwischen dem Sperma deines Partners und deiner Gebärmutter. Samen und Eizelle können so nicht miteinander in Kontakt kommen. Hierfür kommen diverse Helferlein infrage.

1. Das Diaphragma

Das Diaphragma ist ein mit Silikon überzogener Ring.

Du drückst ihn mit deinen Fingern zusammen und führst ihn in deine Scheide ein. Das Diaphragma sitzt über deinem Muttermund und versperrt den Spermien den Zugang zu deiner Gebärmutter. Vor dem Einsetzen bestreichst du das Diaphragma zusätzlich mit einem spermienhemmenden Gel.

Du kannst das Diaphragma bis zu 2 Stunden vor dem Sex einsetzen. Da Spermien einige Stunden Überlebenszeit haben, bleibt das Diaphragma mindestens 6 Stunden lang nach dem Geschlechtsverkehr in deiner Vagina. Spätestens nach 24 Stunden nimmst du es raus und reinigst es mit Seife und Wasser.

Hast du das Diaphragma länger als 2 Stunden vorher eingesetzt oder willst du ein weiteres Mal Geschlechtsverkehr haben, bringst du mittels eines Applikators neues Gel auf das Diaphragma auf.

Es gibt zwei Varianten des Diaphragma:

Das herkömmliche Diaphragma ist rund und in verschiedenen Größen erhältlich.

Es muss an die Größe deines Muttermundes angepasst werden. Dies ist wichtig, damit das Diaphragma deinen Muttermund komplett bedeckt und fest sitzt. Das Anpassen macht deine Frauenärztin.

Unter dem Namen Caya gibt es auch ein Diaphragma in Einheitsgröße.

Es hat die Form einer Badewanne und soll etwa 75% aller Frauen passen. Durch seine ergonomische Form finden es einige Frauen etwas einfacher in der Handhabung.

Bei guter Pflege hält ein Diaphragma ungefähr 2 Jahre. Die Kosten belaufen sich auf ca. 50€ plus das spermienhemmende Gel.

Vorteile

Du benötigst das Diaphragma nur, wenn du wirklich Geschlechtsverkehr haben möchtest. Setzt du es bereits vor dem Sex ein, unterbricht es nicht den Liebesakt.

Nachteile

Die korrekte Anwendung muss gut geübt werden. Erst danach gilt das Diaphragma als sicher. Da sich der Körper verändert, musst du die Größe bzw. den korrekten Sitz des Diaphragmas alle ein bis zwei Jahre überprüfen lassen (bei jüngeren Frauen ggf. auch öfter). Ich kenne Paare, die sagen sie spüren das Diaphragma nicht. Mein Mann und ich haben das Caya ausprobiert und dieses extrem gespürt. Für uns leider keine Alternative.

Sicherheit

Methodensicherheit: 1,2 – 4.

Anwendersicherheit: 2 – 8 (mit Gel, ohne Gel bis 20).

2. Die Portiokappe

Die Portiokappe kannst du unter dem Namen FemCap kaufen.

Die FemCap ist eine kleine Silikonkappe. Du führst sie in deine Vagina ein und sie stülpt sich über deinen Muttermund. Ein Unterdruck entsteht und die Kappe saugt sich fest.

Ebenso wie das Diaphragma, wird auch die Portiokappe in Verbindung mit einem spermienhemmenden Gel angewendet.

Die FemCap ist in drei Größen erhältlich. Welches für dich die richtige Größe ist, kann deine Frauenärztin feststellen.

Einsetzen kannst du die FemCap bis zu 2 Stunden vor dem Sex. 6 bis 48 Stunden lang nach Geschlechtsverkehr lässt du sie auf deinem Muttermund.

Mehrfacher Geschlechtsverkehr ist kein Problem. Du musst nur vorab mittels Applikator neues Gel einführen.

Die Vor- und Nachteile sowie die Kosten der Portiokappe sind vergleichbar mit denen des Diaphragmas. Verlässliche Angaben zur Methoden- und Anwendersicherheit konnte ich hingegen nicht finden.

Portiokappe oder Diaphragma?

Portiokappe und Diaphragma sind sich sehr ähnlich.

Ein Unterschied besteht in der Tragezeit. Die Portiokappe kann mit bis zu 48 Stunden doppelt so lange in deinem Körper bleiben wie das Diaphragma.

Allerdings kann die Portiokappe beim Geschlechtsverkehr von deinem Gebärmutterhals rutschen, was bei einem korrekt eingeführten Diaphragma nicht passieren kann.

Es sind meist körperliche Gründe, die den Ausschlag für Portiokappe oder Diaphragma geben. Während z. B. Frauen mit Beckenbodenschwäche mit der Portiokappe besser beraten sind, können Risse im Gebärmuttermund hingegen einen festen Sitz der Portiokappe verhindern. Dies klärt deine Frauenärztin.

3. Das Kondom

Der Klassiker.

Es verhindert den direkten Kontakt zwischen seinem Penis und deiner Scheide. Der Samen deines Sexualpartners wird in der Spitze des Kondoms (Reservoir) aufgefangen.

Vorteile

Es schützt dich vor den meisten sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Anwendung ist relativ einfach und benötigt wird das Kondom auch nur dann, wenn es tatsächlich zum Geschlechtsverkehr kommt. Kondome sind außerdem günstig, nicht verschreibungspflichtig und leicht zu erwerben.

Nachteile

Für den Fall der Fälle muss Mann/Frau gerüstet sein und das Kondom auch tatsächlich dabei haben. Kondome unterbrechen den Liebesakt und werden vielfach als nicht gefühlsecht empfunden. Auch der Latexgeruch kann stören.

Sicherheit

Methodensicherheit: 2.

Anwendersicherheit: 6 – 18.

In jedem Fall solltest du nur geprüfte Qualität mit CE Zeichen kaufen und das Haltbarkeitsdatum beachten. Kondome sind wärmeempfindlich und können spröde werden, daher korrekt lagern und nicht in der Sonne liegen lassen. Aus diesem Grund Kondome auch besser nicht aus dem Automaten holen.

Es gibt viele verschiedene Kondomsorten. Für jede Penisform ist etwas dabei. Mit dem Kondometer kann Mann bestimmen, welches Kondom ihm passt: https://www.liebesleben.de/fuer-alle/kondome/kondomgroessen/

4. Das Frauenkondom

Das sogenannte Femidom schützt ebenso wie das Kondom vor Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten.

Es sieht aus wie ein Kunststoffschlauch mit einem offenen und einem geschlossenen Ende.

Das geschlossene Ende platzierst du tief in deiner Vagina, sodass dein Muttermund bedeckt ist. Das Femidom sollte vor dem Einsetzten beidseitig mit Gleitcreme bestrichen werden. Ohne besteht die Gefahr, dass es am Penis haften bleibt und versehentlich aus deiner Vagina gezogen wird. Bestellen kannst du das Femidom im Internet oder in der Apotheke.

Vorteile

Wenn Mann sich weigert ein Kondom zu benutzen und du dich vor Sexualkrankheiten schützen willst, ist das Femidom ggf. eine Alternative.

Nachteile

Es kann genauso störend wie das Männerkondom empfunden werden. Auch sollte das korrekte Einsetzen vor der ersten Anwendung geübt werden.

Sicherheit

Methodensicherheit: 5.

Anwendersicherheit: 21.

5. Die Kupferspirale

Die Kupferspirale sieht aus wie ein „T“.

Sie besteht aus Kunststoff und ist mit einem Kupferdraht umwickelt. Dieser sondert Kupferionen ab.

Die Kupferionen haben mehrere Wirkungen: Sie verkürzen die Lebensdauer der Spermien und hemmen deren Beweglichkeit. Außerdem verändern sie die Konsistenz deines Gebärmutterschleims. Dadurch haben es Spermien schwer, zu deiner Eizelle vorzudringen. Würde dennoch ein Ei befruchtet, hindert es die Konsistenz deines Gebärmutterschleims am einnisten.

Die Kupferspirale wird von deiner Frauenärztin eingesetzt. 2x jährlich solltest du prüfen lassen, ob die Spirale noch richtig sitzt.

Vorteile

Du musst dir um Verhütung keine Gedanken mehr machen. Die modernen Kupferspiralen können je nach Modell 5-10 Jahre in deinem Körper verbleiben.

Nachteile

Deine Periode kann durch die Kupferkette stärker und auch schmerzhafter werden. Bei einigen Frauen treten auch Zwischenblutungen auf. In manchen Fällen passiert es, dass die Spirale mit der Blutung ausgeschieden wird.

Auf der Arbeit habe ich einige „verhütungsgeschädigte“ Kolleginnen.

Eine davon hat uns vor ein paar Monaten erzählt, bei ihr sei mal der Rückholfaden gerissen. Die Spirale musste operativ entfernt werden.

Meine andere Kollegin hatte so starke Schmerzen beim Einsetzen der Spirale, dass sie sich danach nicht mehr sicher war, ob sie nach 5 Jahren wirklich eine neue will.

Das Thema hat sich bei ihr jetzt aber sowieso erledigt.

Ein halbes Jahr nachdem bei ihr die Hormonspirale eingesetzt wurde, hatte sie 2 Zysten.

Die eine 6cm x 5cm und die andere 6cm x 4cm groß.

Die Spirale ist jetzt wieder draußen. Die Zysten bilden sich zum Glück zurück. Ihre Frauenärztin war völlig aus der Fassung, dass die Hormonspirale so schnell zu so großen Zysten geführt hat.

Was soll man sagen …meine Kollegin auch!

Zysten gehören zu den sehr häufigen Nebenwirkungen der Hormonspirale. Allerdings wird das Risiko von Zysten und auch eine höhere Gefahr für Eileiterschwangerschaften bei der Kupferspirale zumindest diskutiert.

Sicherheit

Die Anwender- und Methodensicherheit sind im Grunde identisch. Sie beträgt 0,4 – 1,5. Damit ist sie ein sehr sicheres Verhütungsmittel.

6. Die Kupferkette

Die Kupferspirale gibt es auch als Kupferkette.

Sie besteht aus mehreren Kupfergliedern, die perlenartig auf einem Faden aufgezogen sind. Je nachdem wie groß deine Gebärmutter ist, kommt eine Kette aus vier oder sechs Kupfergliedern infrage. Das obere Ende der Kupferkette wird in deiner Gebärmutter verankert.

Wirkweise und Sicherheit von Kupferspirale und Kupferkette sind vergleichbar.

Vorteile

Im Gegensatz zur Kupferspirale kann die Kupferkette nicht verrutschen. Sie hängt frei in deiner Gebärmutter. Die Kupferkette kann insbesondere eine Alternative sein, wenn dir die Kupferspirale nicht passt. Sie ist sehr klein und flexibel und passt sich deshalb gut an deine Gebärmutter an.

Nachteile

Die Kupferkette wird selten eingesetzt. Das Einsetzen erfordert jedoch einiges an Übung. Diese ist bei vielen Ärzten schlicht noch nicht vorhanden. Auch Studien zur Verträglichkeit der Kupferkette sind bislang spärlich.

Bist du unter 16 Jahren ist allerdings weder die Kupferspirale noch die Kupferkette für dich geeignet, denn deine Gebärmutter muss eine bestimmte Größe erreicht haben.

7. Kupferball

Der Kupferball besteht aus einem Faden auf dem Kupferkügelchen aufgefädelt sind.

Deine Gynäkologin führt ihn bis zum Eingang deiner Gebärmutterhöhle ein. Dort entfaltet sich der Ball und spannt sich in deiner Gebärmutter auf.

In Punkto Wirkweise und Sicherheit ist er mit der Kupferspirale/ Kupferkette vergleichbar.

Vorteile

Der Ball wurde insbesondere für Frauen mit einer zierlichen Gebärmutter entwickelt.

Nachteile

Genauso wie die Kupferkette wird der Kupferball bislang sehr selten eingesetzt. Daher liegen nur wenige Erfahrungswerte vor.

 Kupferspirale, Kupferkette oder Kupferball?

Grundsätzlich sind sich alle drei in Anwendung, Wirkung und Sicherheit sehr ähnlich. Die meiste Erfahrung im Einsetzen ist bei der Kupferspirale vorhanden.

Es kann aber sein, dass dir diese nicht passt oder sie aus anderen Gründen für dich nicht infrage kommt (z.B. bei gutartigen Wucherungen der Gebärmutter, sog. Myomen). Dann kann die Kupferkette oder der Kupferball eine Alternative sein.

Bei Störungen des Kupferstoffwechsels oder Allergien kommt natürlich keine der drei Methoden infrage. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn du blutverdünnende Arzneimittel einnimmst.

Kupferspirale, -kette oder -ball kosten je nach Modell zzgl. Ausgaben für Einlegen und Untersuchungen meist zwischen 250€ und 450€. Auf 5-10 Jahre gerechnet amortisieren sich die hohen Anfangskosten. Auf die gesamte Tragedauer gerechnet sind die Kupfermodelle eher günstig.

Hormonfrei verhüten – Natürliche Familienplanung (NFP)

Anstelle Barrieremethoden zur Empfängnisverhütung einzusetzen, kannst du auch deine fruchtbaren Tage ermitteln und an diesen auf ungeschützten Geschlechtsverkehr verzichten.

Dies ist das Grundprinzip der natürlichen Familienplanung, weshalb du sie auch bei einem Kinderwunsch anwenden kannst.

8. Die symptothermale Methode

Die Symptothermalmethode ist eine der meist belächeltsten Verhütungsmethoden. Nachdem ich mich mit ihr beschäftigt habe, war ich überrascht, wie sicher sie ist.

Bei der symptothermalen Methode bestimmst du, wann dein Eisprung stattfindet.

Mit der symptothermalen Methode kannst du super hormonfrei verhüten

Denn du hast nur 1 Eisprung pro Zyklus und bist nur fruchtbar, wenn das Ei vom Eierstock in deine Gebärmutter wandert. Das dauert 12 bis 24 Stunden.

Rechnest du noch die Überlebenszeit der Spermien hinzu, kommst du auf 6 – 7 fruchtbare Tage pro Zyklus. Nach dem Eisprung ist es rein biologisch nicht möglich, schwanger zu werden.

Um deine fruchtbaren Tage zu ermitteln, wertest du mindestens 2 Körperzeichen aus. Eines davon ist deine Aufwachtemperatur (die sogenannte Basaltemperatur). Zusätzlich beobachtest du deinen Muttermundschleim (Zervixschleim) und/oder deine Muttermundbeschaffenheit.

Messung der Aufwachtemperatur

Um deine Aufwachtemperatur zu messen, verwendest du idealerweise ein Digitalthermometer mit 2 Nachkommastellen.

Du misst gleich morgens direkt nach dem Aufwachen, noch vor dem Aufstehen.  Dies ist wichtig, da sich deine Körpertemperatur über den Tagesablauf verändert.

Die Messdauer beträgt 3 Minuten. Messen kannst du im Mund, in der Vagina oder im After. Du solltest dich allerdings pro Zyklus für einen Ort entscheiden und möglichst immer zur gleichen Zeit nach ausreichend Schlaf messen.

Warum wird die Aufwachtemperatur gemessen?

Nach deinem Eisprung steigt deine Körpertemperatur um ca. 0,2°C bis 0,5°C an (also von normalerweise 36.5°C bis 36,8°C in der ersten Zyklushälfte, auf 37°C bis 37,3°C in der zweiten Zyklushälfte).

Dieser Temperaturanstieg muss mindestens an 3 aufeinanderfolgenden Tagen um 0,2°C über dem Vorwert liegen (also höher sein als an den sechs vorhergehenden Tagen). Achtung: Schlafentzug, Fieber, Erkältungen etc. können ebenfalls Temperaturanstiege zufolge haben.

Während du das Ende der fruchtbaren Tage mit der Messung deiner Aufwachtemperatur ziemlich sicher bestimmen kannst, ist ihr Beginn nicht so eindeutig zu ermitteln.

Hier kommen dein Zervixschleim und deine Muttermundbeschaffenheit ins Spiel.

Beobachtung des Zervixschleims

Dies ist der Ausfluss, den du an manchen Tagen in deinem Höschen hast.

Er verändert sich im Laufe deines Zyklus. Während deiner unfruchtbaren Tage ist er dickflüssig und verschließt den Zugang zur Gebärmutter. So schützt er sie vor Krankheitserregern und auch Spermien können nicht eindringen. Er ist dann weißlich-trüb und zäh.

Um deinen Eisprung herum wird er dünnflüssiger und durchsichtig. Er zieht regelrecht Fäden und erinnert an Eiweiß. Er wird durchlässig, sodass Spermien in deine Gebärmutter und zur Eizelle vordringen können. Nach dem Eisprung wird er wieder zäh und trüb wie zu Beginn des Zyklus.

Deine fruchtbaren Tage beginnen also, sobald du das erste Mal ein feuchtes Gefühl im Scheideneingang hast. Weil das sehr vage ist, behilft man sich im Normalfall mit einer Rechenmethode:

  • Rechenweg 1: wenn du dir deine letzten 12 Zyklen notiert hast, ziehst du vom kürzesten Zyklus 20 Tage ab. Übrig bleibt die Anzahl deiner unfruchtbaren Tage am Zyklusanfang.
  • Rechenweg 2: wenn du die letzten 12 Monate Temperatur gemessen hast, ziehst du vom frühesten Tag des Temperaturanstiegs acht Tage ab. Übrig bleibt die Anzahl der unfruchtbaren Tage vor dem Eisprung.

Keine Angst, es gibt noch weitere Rechenwege, insbesondere auch für den Fall, dass du grade erst mit der symptothermalen Methode beginnst und noch keine 12 Zyklen ausgewertet hast.

Bei Interesse schau z. B. bei Sensiplan. Hier findest du das Vorgehen und die Auswertungsmethodik genau erklärt: https://www.sensiplan-im-netz.de/

Statt deines Zervixschleims kannst du als zweites Merkmal auch deinen Muttermund beobachten.

Beobachtung des Muttermundes

Auch dein Muttermund verändert sich um deinen Eisprung herum.

Während er sich zu deinen unfruchtbaren Zeiten fest anfühlt, etwa wie eine Nasenspitze, wird er um den Eisprung herum weich und öffnet sich. Er fühlt sich dann eher an wie eine Lippe.

Auch die Lage des Muttermundes verändert sich im Laufe des Zyklus von tief zu hoch. Zu Beginn deines Zyklus ist er also noch leicht zu spüren, während er sich um den Eisprung herum höher in deinen Körper zieht.

Vorteile

Die Methode ist sehr kostengünstig und du trägst keinerlei Fremdkörper in dir. Ganz klar ist sie nur etwas für Frauen, die etwas über ihren eigenen Körper erfahren wollen.

Nachteile

An deinen fruchtbaren Tagen kannst du keinen Geschlechtsverkehr haben oder benötigst ein zusätzliches Verhütungsmittel. Obwohl du nur 6 – 7 Tage pro Zyklus fruchtbar bist, lassen sich diese Tage nicht exakt bestimmen. Mit der symptothermalen Methode lässt sich der Zeitraum auf ca. 12 – 14 Tage eingrenzen.

Wenn du mit der symptothermalen Methode startest, musst du zunächst ein paar Monate lang alles aufzeichnen und die Regelmäßigkeiten deines Zyklus kennenlernen, bevor du sicher verhüten kannst.

Hast du Schichtarbeit oder reist viel durch verschiedene Zeitzonen? Dann kann das Messen problematisch sein. Ein paar Stunden Abweichung im Messzeitraum sind tolerierbar, aber eben nicht unendlich. Das gilt auch für alle nachfolgenden Methoden, bei denen du deine Aufwachtemperatur misst.

Sicherheit

Methodensicherheit: 0,4.

Anwendersicherheit: 1,8 bis 2,6 (allerdings nur bei guter Schulung, sicherlich ist sie grade zu Beginn deutlich höher)

Umkomplizierter ist die Auswertung mit technischen Hilfsmitteln wie Zyklus-Apps und Zyklus-Computern.

9. Zyklus-Apps

Wer keine Blätter ausfüllen möchte, kann seine Beobachtungen auch in eine App eintragen.

Einige der diversen Apps sind reine Zyklus-Tracking-Apps. Diese sind zur Verhütung nicht geeignet.

Verhütungsapps sollten sich bei der Auswertung zumindest an der symptothermalen Methode orientieren. D.h. sie sollten mindestens deine Aufwachtemperatur, deine Periode sowie den Zervixschleim und/oder deine Muttermundbeschaffenheit abfragen.

In die meisten Apps kannst du außerdem Störfaktoren wie Stress, Alkohol, schlechter Schlaf etc. eintragen, bzw. weitere Faktoren wie Sex, Schwangerschafts- oder Ovulationstest und noch eine ganze Reihe weiterer Angaben.

Einige der Apps werten nach eigenen Algorithmen aus. Andere wiederum nach den gängigen Sensiplan-Regeln. Lies dir also in jedem Fall durch, welche Auswertungsmethode eine App anwendet, bevor du dich für eine entscheidest.

Hier eine Kurzvorstellung einer kostenpflichtigen und einer kostenlosen App:

myNFP

Diese App ist spezifisch entwickelt zur Unterstützung der symptothermalen Methode und wertet nach Sensiplan aus.

Die myNFP App gehört zur Homepage https://www.mynfp.de/

Vorteile

Schön an der App ist, dass du auf Wunsch eine automatische Auswertung deiner Angaben streng nach Sensiplan-Regelwerk erhältst. Möchtest du deine Eintragungen lieber selbst auswerten, kann die automatische Auswertung jedoch auch deaktiviert werden.

Nachteile

Um die Angaben in die App korrekt eintragen zu können, musst du dich mit der Sensiplan-Methodik und den Begrifflichkeiten auskennen. Einfach nur die App runterladen bringt nicht viel.

Einlesen kannst du dich mit dem Buch „Natürlich und sicher – Das Praxisbuch: Familienplanung mit Sensiplan“ von der Arbeitsgruppe NFP.

Kosten: der 1. Monat ist zum Testen der App gratis. Bei Gefallen kostet die App ca. 30€ pro Jahr.

Ovy

Ovy ist eine kostenlose Verhütungsapp.

Die Besonderheit an Ovy ist, dass du dir ein Bluetooth-Thermometer dazu kaufen kannst, das deine Messwerte direkt an die App übermittelt.

Du kannst deine Aufwachtemperatur jedoch auch mit einem x-beliebigen Digitalthermometer messen und händisch in die App eintragen.

Vorteile

Die App ist kostenlos und sehr selbsterklärend. Du findet überall einen Info-Button, der dir die Eingabemethoden erklärt. Die Auswertung deiner fruchtbaren Tage erfolgt automatisch.

Nachteile

Die Eintragungen können nicht offline vorgenommen werden. Die Auswertung erfolgt nach der symptothermalen Methode, aber nicht nach den anerkannten Sensiplan-Regeln.

10. Zykluscomputer

Zykluscomputer berechnen anhand bestimmter Algorithmen, ob du dich in deiner fruchtbaren Phase befindest oder nicht.

Es gibt 3 Arten von Zykluscomputern:

Computer, die die Hormonkonzentration in deinem Urin messen. Computer, die deine Aufwachtemperatur messen. Computer, die nach der symptothermalen Methode auswerten.

Hormoncomputer

Ein Hormoncomputer misst die Hormonkonzentration in deinem Urin und ermittelt so deine fruchtbaren Tage. Denn vor deinem Eisprung sind insbesondere “Estradiol” und das “luteinisierende Hormon” in hoher Konzentration in deinem Körper vorhanden.

Den Beginn deines Zyklus signalisierst du dem Computer, indem du deine Periode einträgst.

An bestimmten Tagen fordert dich der Computer auf, einen Urin-Teststreifen einzuführen. Dafür hältst du den Teststreifen für ca. 3 Sekunden in deinen Morgenurin. Du bekommst anschließend angezeigt, ob du dich in deiner fruchtbaren Phase befindest oder nicht.

In Deutschland ist der Hormoncomputer z.B. unter dem Namen Persona erhältlich.

Sicherheit

Der Hersteller selbst gibt die Sicherheit mit einem Pearl-Index von 6 an. Die zugrundeliegende Studie konnte ich nicht finden, aber der Wert ist aus meiner Sicht zur Verhütung sowieso recht hoch.

Vorteile

Es müssen nur an einigen Tagen im Zyklus morgendliche Urinmessungen vorgenommen werden.

Nachteile

In einer Reihe von Fällen können Hormoncomputer nicht angewendet werden. Beispielsweise bei sehr unregelmäßigen Zyklen, kurz nach der Schwangerschaft/ beim Stillen oder bei Wechseljahresymptomen.

Generell sind Hormoncomputer eher geeignet für Frauen, die schwanger werden wollen als für solche, die verhüten möchten. Denn deine Hormone können auch mal durcheinandergebracht werden.

Es kann z.B. vorkommen, dass deine Hormone zunächst ansteigen, dann aber doch kein Eisprung stattfindet. Der Eisprung bleibt dann komplett aus oder aber später erfolgt ein erneuter Hormonanstieg plus Eisprung.

Hormoncomputer funktionieren im Grunde wie Ovulationstests (Eisprungtests). Der Computer speichert diese Ergebnisse und trifft anhand deiner Zyklen eine Vorhersage für den kommenden Zyklus.

Als wirklich sicheres Zeichen, dass dein Eisprung erfolgt ist, gilt jedoch der Anstieg deiner Aufwachtemperatur, der vom Hormoncomputer nicht gemessen wird. Auch ermitteln Hormoncomputer meist kürzere fruchtbare Zeiten als Temperaturcomputer, was zu Lasten deiner Sicherheit geht.

Temperaturcomputer

Sie bestimmen anhand eines lernenden Algorithmus (der Computer lernt deine Zyklen kennen), der Eingabe deiner Menstruation und der Messung deiner Aufwachtemperatur deine fruchtbaren Tage.

Die Temperaturcomputer haben einen eigenen Sensorfühler, mit dem du morgens nach dem Aufwachen deine Temperatur misst. Der Computer speichert deine Basaltemperatur und wertet sie automatisch aus. Den Beginn deines Zyklus signalisierst du dem Computer, indem du deine Periode einträgst.

Hier eine Auswahl an Temperaturcomputern:

Daysy

Daysy ist einer der kleinsten Zykluscomputer.

Er zeigt dir über ein Ampelsystem an, ob du fruchtbar bist (rot = fruchtbar, grün = nicht fruchtbar, gelb = potentiell fruchtbar (z.B. vor dem Eisprung)).

Mit dem eingebauten Temperaturfühler misst du deine Aufwachtemperatur. Über das Ampelsystem bekommst du nach der Messung sofort deinen Fruchtbarkeitsstatus angezeigt.

Möchtest du deinen Zyklusverlauf oder weitere Auswertungen wie den durchschnittlichen Tag deines Eisprungs sehen, kannst du dir die zugehörige App holen. Mittels Kabel überträgst du deine Messdaten an dein Handy.

Insgesamt ist daisy sehr einfach gehalten, sehr klein und leicht. Ideal für dich, wenn du außer der Fruchtbarkeitsanzeige nicht viel weiteren Schnickschnack benötigst.

Sicherheit

Die Methodensicherheit liegt laut Hersteller bei 0,6, die Anwendersicherheit bei 1,3.

Lady-Comp/Pearly

Unter Lady-Comp werden drei Zykluscomputer angeboten: Lady-Comp baby, lady-comp und pearly.

Die drei unterscheiden sich in der Anzahl der Anzeige- und Auswertungsmöglichkeiten und entsprechend auch in ihrem Preis.

Bei allen dreien misst du morgens per integriertem Temperaturfühler deine Aufwachtemperatur und bekommst deinen Fruchtbarkeitsstatus angezeigt.

Pearly ist die kleinste und günstigste Variante im Portfolio.

Ähnlich wie bei daisy bekommst du über ein Ampelsystem deinen Fruchtbarkeitsstatus angezeigt. Im Gegensatz zu daisy kannst du dir über das Display jedoch auch die zurückliegenden Messwerte anzeigen lassen.

Über die zugehörige App kannst du dir auch deinen Zykluskalender anzeigen lassen. Die Daten überträgst du per Bluetooth an dein Smartphone.

Der Ladycomp unterscheidet sich zum Pearly mit zusätzlichen Funktionen. So hat er deinen Zyklusverlauf in Diagrammform bereits integriert und eine deutlich längere Speicherdauer deiner Daten.

Der Lady-Comp baby ist spezifisch für die Nachwuchsplanung gedacht. Er hat die meisten Funktionen und entsprechend auch den höchsten Preis von den dreien.

Sicherheit

Die Methodensicherheit liegt bei allen drei Computern bei 0,7, die Anwendersicherheit bei 3,8.

Vorteile

Die Anwendung von Temperaturcomputern ist kinderleicht und sie funktionieren ab dem ersten Tag.

Nachteile

Natürlich solltest du das morgendliche Messen nicht vergessen. Abweichungen im Messzeitraum sind machbar. Allerdings: je pünktlicher du misst und je weniger Tage du vergisst, umso besser die Auswertung und umso mehr “grüne Tage” bekommst du angezeigt.

Zu Beginn sind die Computer sehr vorsichtig und du bekommst in deiner ersten Zyklushälfte sehr wenige “grüne Tage” angezeigt. Das gilt insbesondere, wenn du sehr unregelmäßige Zyklen hast.

Die Anschaffungskosten der Zykluscomputer sind mit meist einigen hundert Euro recht hoch, dafür hast du i.d.R. keine Folgekosten.

Kombinationscomputer

Cyclotest

Von Cyclotest werden zwei Zykluscomputer angeboten: myWay und mySense.

Beide werten nach der symptothermalen Methode aus.

mySense ist im Grunde ein Bluetooth-Thermometer mit zugehöriger App. Das Thermometer übermittelt deine Aufwachtemperatur an dein Smartphone und zeigt dir dort deinen Fruchtbarkeitsstatus an. Zusätzlich kannst du die Beschaffenheit deines Zervixschleims oder Ovulationstests eintragen.

Vorteile

mySense ist für einen Verhütungscomputer sehr günstig und die App besitzt viele Eingabe- und Auswertungsmöglichkeiten.

Nachteile

mySense funktioniert ohne die App nicht.

Der myWay ist einer der umfangreichsten Zykluscomputer am Markt. Ebenso wie mit dem mySense misst du zur Auswertung deiner fruchtbaren Tage morgens deine Aufwachtemperatur und trägst zusätzlich die Beschaffenheit deines Zervixschleims ein. Alternativ kannst du als zweites Merkmal Ovulationstests eintragen.

Vorteile

Wenn du die symptothermale Methode anwenden möchtest, dir aber das Bestimmen deiner fruchtbaren Tage selbst nicht zutraust, ist der myWay eine gute Hilfe für dich. Perfekt ist er auch für alle Frauen, die mehr über ihren eigenen Körper erfahren möchten.

Nachteile

Thermometer und Ladegerät haben an dem Gerät denselben Anschluss. Somit kannst du bei leerem Akku nicht gleichzeitig Aufladen und Messen. Aufgrund der vielen Funktionen musst du dich zu Beginn einige Zeit mit dem Gerät auseinander setzen, wenn du sie tatsächlich auch nutzen willst.

Sicherheit

Auf der Seite von Cyclotest konnte ich leider nur allgemeine Angaben zur Sicherheit der symptothermalen Methode finden. In jedem Fall wertet Cyclotest nicht nach Sensiplan-Regeln aus, sondern hat einen für die Geräte eigens entwickelten Algorithmus.

Gut zu wissen: Sowohl beim mySense wie auch beim myWay kannst du selbst bestimmen, ob du nur 1 Merkmal (Basalthemperatur) oder zwei Merkmale (Basalthemperatur plus Zervixschleim oder Ovulationstests) eingeben möchtest.

Da die Genauigkeit der Auswertung von einem zweiten Merkmal abhängt, würde ich myWay und mySense nur dann verwenden, wenn du auch bereit bist, 2 Merkmale einzutragen. Möchtest du nur deine Temperatur messen, empfiehlt sich ein Temperaturcomputer. Deren Algorithmen sind auf die Eingabe nur eines Merkmales ausgerichtet.

Hättest du das gedacht?

Im Lichte der Anwendersicherheit gibt es hormonfreie Verhütungsmethoden, die sicherer sind als die Pille.

Warum also noch mit synthetischen Hormonen verhüten?

Meine persönliche Wahl ist auf den Pearly gefallen.

Ausschlaggebend war, dass die Firma schon sehr lange am Markt ist und somit viel Zeit hatte, ihren Algorithmus immer wieder zu verbessern.

Zusätzlich trage ich bei Ovy Temperatur, Zervixschleim und Muttermundbeschaffenheit ein. Ich verlasse mich jedoch nicht auf den Algorithmus, sondern nutze die App zur Dokumentation meiner Körperzeichen und der eigenen Auswertung.

An den “gelben und roten Tagen” verhüte ich zusätzlich mit Kondom. Mein Zyklus ist nach der Pille leider völlig durcheinander. Die “roten Tage” sind deshalb sehr häufig.

Für welche Verhütungsmethode hast du dich entschieden? Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrungen schreibst.

Sei neugierig!

Deine Johanna

Literatur

Podcast

Websites

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3 Antworten

  1. finn sagt:

    Hab von den Verhütungsapps keine Ahnung gehabt. Bis jetzt die Pillen geschluckt. Besten Dank für die praktischen und hilfreichen Tipps! Ich hoffe, die könnten die den Zyklus präziser feststellen.

    • Johanna sagt:

      Schön dass der Artikel dir geholfen hat 😀 Würde mir auch wünschen, dass die den Zyklus präziser feststellen können… Ich selbst verwende eine App zusätzlich zum Zykluscomputer, um ein bisschen mehr über den eigenen Körper zu lernen. Dafür finde ich das echt klasse

  1. 12. März 2019

    […] Wenn du lesen möchtest, welche sicheren “hormonfreien” Verhütungsmethoden es gibt, dann schau doch in meinen Artikel “Hormonfrei verhüten? Aber sicher! Die 10 effektivsten Verhütungsmethoden ohne Hormone“. […]

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